Eisschwimmen: Kalter Spaß

german open 2020Auf den Tag genau ein Jahr nach der letzten German Open war‘s am Samstag, den 4.1.2020 wieder soweit: In Veitsbronn nahe Nürnberg startete die offene Deutsche Meisterschaft im Eisschwimmen mit Teilnehmern aus 20 verschiedenen Nationen. Unter fünf Grad muss dabei die Wassertemperatur messen, damit es laut den Regularien der „International Ice Swimming Association“ (IISA) als „Eiswasser“ gilt. Hat das Wasser weniger als sechs Grad, dann schaltet der Körper zusätzliche Empfindungen auf der Haut hinzu, wenn man sich hineinwagt (wahrscheinlich, um den Menschen zu veranlassen, so schnell wie möglich wieder rauszugehen). Gut, dass man sich das Gefühl dafür fast komplett abtrainieren kann!

Denn so gehe ich dieses Mal etwas entspannter als vor einem Jahr an die 1.000 Meter Freistil ran. Das Wasser ist mit etwa drei Grad praktisch doppelt so warm wie im Jahr zuvor. Optimal, meint der Moderator. Auch zeitlich schneide ich deutlich besser ab als vergangenes Jahr. Und obwohl die besten Schwimmer nur etwa halb so lang brauchen wie ich, freue ich mich: Es sind die seltsam leeren Momente in den Tagen vor dem Start, die Minuten, in denen ich beim Schwimmen angefeuert werde, und das unbeschreibliche Wohlgefühl in der Kälte, die das Eisschwimmen zu meinem Lieblingssport machen.

Euer Andreas

Frohes neues Jahr!

Die besten Wünsche zum neuen Jahr von den Eisschwimmern an alle Mitglieder und Freunde des SB Delphin!
Mit 3°C Wassertemperatur im Kuhsee am 01.01.2020 um 16 Uhr fängt das Jahr 2020 schon mal sehr gut an 😀

Neujahrseisschwimmen 2019

Eisschwimmen:  Am Nullpunkt

veitsbronn 2019Auch 2019 war der SB Delphin, vertreten durch Andreas Bergler, mit dabei. Hier seine Eindrücke vom Wettkampf:
Was mach‘ ich hier eigentlich? Und warum bin ich überhaupt hier? Das frage ich mich zwischen der zehnten und 15. Bahn bei der fünften deutschen Meisterschaft im Eisschwimmen, der „German Open“ in Veitsbronn. Das Wasser hat 1,4 Grad, ist also nahe am Gefrierpunkt. Mein Ziel ist, die 1.000 Meter in 22 Minuten zu erreichen. Das war wohl zu ehrgeizig, denn ich merke, dass mir die Kräfte dafür schneller ausgehen als gedacht. Dafür finde ich langsam eine Antwort auf eine der Fragen: Ich bin hier, weil ich vorher wohl ins Wasser gegangen bin, um zu schwimmen! Scheint logisch und einfach – oder macht die Kälte mich verrückt? Bei den Temperaturen fällt mir im Lauf der Zeit nicht nur die Bewegung, sondern auch das Denken schwerer...
Langsam finde ich wieder Ansätze eines Rhythmus, kämpfe aber immer mehr, mich auf Linie zu halten. Meine Begleiter und das Publikum feuern mich so sehr an, dass ich auf den letzten 300 Metern doch noch irgendwie Vortrieb habe. Mit gut 25 Minuten komme ich aus dem Wasser und sitze erst mal in der Umkleide. Zittern muss ich diesmal kaum, nur bin ich eine Zeitlang zu schwach, um aufzustehen und in den Aufwärm-Bottich zu gehen. Nahe am Nullpunkt eben. Im lauwarmen Zuber sitze ich dann wie einer der japanischen Paviane, die sich im Winter im Wasser aufwärmen. Eigentlich ist es klar, warum ich mitgeschwommen bin: Einfach, um Spaß zu haben und das zu genießen, was mir schon so viel gegeben hat: die Kälte, der Nullpunkt.

Winter is coming! Endlich kann man wieder schwimmen!


eisschwimmen 2018Der goldene Herbst geht in die letzte Runde, und es wird wieder ungemütlich nasskalt; Sagt man.
Gilt aber nicht für Eisschwimmer! Denn wir weiten die Komfortzone nach unten aus.
Mittlerweile hat der See etwa 12 Grad erreicht, und mit jedem Grad kälter vergrößert sich auch der Schwimmspaß.


Wer auch mal probieren möchte, wie schön Eisschwimmen ist, für den ist jetzt die ideale Zeit einzusteigen.
Als kleine Eisschwimm-Gruppe sind wir dieses Jahr stark gewachsen, freuen uns aber auch auf Neuzugänge!
Weitere Infos und Anmeldung: Sparte Breitensport - Eisschwimmen